Seminarkurs auf dem Lausitzring
Fern ab der Piste
Was wollen „Burgwall“-Gymnasiasten auf dem Lausitzring? – Nein, keine (illegalen) Rennen fahren. Wir waren ganz legal dort und kümmerten uns im Rahmen unseres Seminarkurses – gemäß unserer Kursausrichtung – um erneuerbare Energien. Demzufolge befand sich das Objekt unserer Begierde auch nicht auf dem Asphalt, sondern neben der Rennstrecke: zwei große silbergraue Biogastanks. Zugegeben: Reizvoll sieht anders aus und riecht auch anders, nicht nach Maissilage!
Trotzdem schaffte es der Servicetechniker der Anlage, Jens Hahn, uns für die beiden silbergrauen Kolosse einzunehmen. Weshalb der gelbgrüne Schaum in den Tanks so blubbert und wann er wie zu Energie wird, erforschen wir unter anderem vielleicht in unserer Facharbeit. Dafür erhielten wir hier Einblicke und Hintergrundwissen sozusagen am „lebenden“ Objekt.
Aber um eine Biogasanlage zu besichtigen, muss man natürlich nicht unbedingt von Treuenbrietzen bis in die Lausitz fahren. Der an den Lausitzring angrenzende Photovoltaikpark rechtfertigte ein solches Vorhaben schon allein, denn er sucht nicht nur wegen seiner Ausmaße in unserer Region seinesgleichen. Der Park dient als Parkplatz für die VIP-Gäste der Motorsportveranstaltungen. Eine unheimlich große Anlage, die einerseits Strom für das Netz, andererseits auch noch Strom für eine auf dem Gelände befindliche Tankstelle für Elektroautos liefert, breitete sich vor uns aus.
Als wir im Hintergrund die Rennwagen hörten, waren wir schon ganz gespannt darauf, inwiefern sie in unserer Energiestudie eine Rolle neben der der Spritschlucker spielen sollten. Doch unsere Aufmerksamkeit wurde von den Flitzern noch einmal abgezogen und zunächst dem derzeit größten (fast 200m hoch) und leistungsstärksten Windrad der Welt zugeführt. Wie man einen solchen Riesen „hochzieht“, wurde uns während einer Führung genauestens erklärt. Außerdem hatten wir Gelegenheit dazu, uns die ebenfalls riesige Schalt- und Steuerungseinheit mit den Transformatoren im Inneren des Hünen anzuschauen. Bis ganz in die Spitze des Windrades geht es hauptsächlich über eine Treppe. Wir durften aus Sicherheitsgründen jedoch nicht bis nach oben, was unsere Lehrerin, Frau Fritsch, ungemein beruhigte.
Herr Ferchow brachte uns wieder in die Nähe der (ver)brennenden Motoren. Zu vielen den Zuschauern sonst unzugänglichen Bereichen des Eurospeedway-Geländes hatten wir mit ihm nun Zutritt: beispielsweise zu Fernseh- und Kommentatorenräumen, zur Sicherheitszentrale, zum Siegertreppchen und vielem mehr. Das beeindruckte uns schon sehr. Deshalb bedanken wir uns bei unseren Kooperationspartnern Herrn Gebauer, dem Neue-Energien-Forum Feldheim, bei kobra.net und natürlich auch bei den Mitarbeitern des Lausitzrings und der Energiequelle GmbH, die uns diese Kursfahrt ermöglichten.
Julia Kamischke, Seminarkurs 11, Gymnasium „Am Burgwall“

Plastiktüten und Spielzeugkampagnen
Treuenbrietzener Gymnasiasten machen Europa-Politik
Am 21. September 2012 um 8:00 Uhr saßen wir, die Klasse 10c des Gymnasiums „Am Burgwall“, im Bus und waren auf dem Weg nach Potsdam. Etwa eine Stunde später betraten wir das Gebäude des brandenburgischen Landtages in Potsdam. Dort fand eine Aktion des Informationsbüros des Europäischen Parlaments statt, an der auch wir teilnehmen wollten.
Großbritannien ist eine Reise wert!!!

Nach einer 26stündigen Odyssee von London nach Treuenbrietzen mit einem 4stündigen "Zwangsstopp" in Eindhoven, sind wir doch alle gesund aber geschafft wieder zu Hause eingetroffen.
Städtepartnerschaft: Treuenbrietzen-Chiaravalle
1. Tag
Am 21.5.2012 um 20 Uhr sind wir, die Italien-AG vom Gymnasium mit der Italien-AG der Grundschule, dem Tennisverein und mehreren Erwachsenen, vorm Rathaus in Treuenbrietzen losgefahren. Wir haben während der Busfahrt viele Pausen gemacht um z.B. an die frische Luft zu kommen. Wir sind am nächsten Tag mit 2 Stunden Verspätung in Chiaravalle angekommen, nämlich um ca.14 Uhr. Wir wurden jedoch freundlich begrüßt. Im Rathaus wurde uns dann verraten wo wir unterkommen und mit wem. Die Unterkunft war, wie vor zwei Jahren, ein Kloster oder Nebenhaus der Kirche „Santa Maria". Wir Kinder und Erwachsenen konnten dann unser Quartier beziehen und uns nochmal frisch machen. Die 18-stündige Fahrt war nämlich sichtbar anstrengend gewesen. Um 15 Uhr haben wir dem Tennisverein beim Tennis spielen zugeschaut. Und danach haben wir mit italienischen Kindern gespielt.
Lessings Sultan Saladin als Saddam Hussein?
Zugegeben! Eine mehr als ungewöhnliche Schau- bzw. Lesart. Ungewöhnlich, mutig, allemal zeitgemäß und mit Sicherheit ganz im Sinne Lessings, dessen dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ vor knapp 230 Jahren in Berlin uraufgeführt wurde.
Genau diesen etwa 230 Jahren vom Erscheinen des „Nathan“ bis zur Gegenwart, in der das Medium Theater besonders für Schüler eine totale Außenseiterrolle besetzt, ist es zu verdanken, dass das Anhaltische Theater in Dessau sich so einiges einfallen ließ, um besonders den jugendlichen Theaterzuschauer gedanklich zu beschäftigen. Die berühmte Ringparabel, die das Publikum natürlich gespannt erwartete, wurde aus den Rängen mit den leisen Worten „Ah, jetzt also, das ist sie!“ begleitet. Und doch war es dieses Märchen nicht allein, das die Zuschauer in seinen Bann zog. Bis dahin hatten diese nämlich schon Bekanntschaft mit Al Hafis mehr als schrägem Dress und mit Sultan Saladin im Mohammed-Ali-Outfit gemacht. Da wunderte man sich dann auch kaum mehr darüber, dass der weise Nathan so ganz ohne ellenlangen Bart und nahezu faltenfrei relativ gelassen blieb, als Saddam Hussein ihm immerfort mit dem Maschinengewehr im Gesicht herumfuchtelte.
Molière oder „die Suppe des Mannes“
Was ist „die Suppe des Mannes“? Die Frau! Und dies ist ein Zitat aus „L`école des femmes“ von Molière. Ein Diener möchte seiner Frau in anschaulicher Weise die Eifersucht seines Herrn erklären: „Du säßest vor deiner Suppe und nun käm so ein Hungriger daher und wollte mitessen, würdest du nicht in Zorn geraten?“ - „ Ja, das will ich meinen!“ - „ Siehst du, so ist es! Die Frau ist wie die Suppe des Mannes!“
Vor kurzem sahen unsere „Burgwall“-Gymnasiasten in Treuenbrietzen diese Komödie mit Masken und Figuren, gespielt vom „Théâtre Anima“ aus Berlin. Molières spannendes Leben wurde inszeniert und er traf die Gestalten seiner Stücke: den Geizigen, den eingebildeten Kranken, den ausgebufften Diener etc. Es ging um Liebe, Eifersucht, Generationskonflikte und Emanzipation. Der deutsch-französische Text enthielt Originalpassagen, die speziell für die Schüler aufgearbeitet waren. Bewundernswert geschickt führte Muriel Camus, französische Puppenspielerin, ihre lebensgroßen Puppen auf der Bühne unserer Aula.Sie versetzte sich sehr schnell in die jeweils handelnde Großfigur und setzte sprachlich gekonnt und humoristisch die Dialoge allein in Szene. Letztendlich gab es nach einer Zugabe großen Applaus von den Schülern und viele Fragen, die Madame Camus ausgiebig beantwortete. Für allgemeine Erheiterung sorgte am Schluss das Ausprobieren der Masken durch einige Gymnasiasten.
Ohne Zweifel war das „Théâtre Anima“ eine interessante Abwechslung zum Französischunterricht.

Skilager `2012 

Auch das diesjährige Skilager unserer Schüler gemeinsam mit der Bad Belziger Krause-Tschetschog-Oberschule war wieder ein voller Erfolg. Die gewohnte Mischung aus Snowboard- und Ski-Fahrern konnte aber dieses Mal um ein gehöriges Maß aufgestockt werden, so dass sich in den frühen Morgenstunden des 21. Januar eine ganze “Busladung” auf den Weg in das Raurisertal nach Österreich machte. Trotz der durchwachsenen Wetterbedingungen – von Regen über Schnee bis zum Sonnenschein war alles dabei – konnten alle Schüler die riesigen Massen an Schnee in den oberen Lagen der Berge genießen, die Grundlagen des alpinen Wintersports erlernen und so manche Technik in dieser einen Woche verfeinern.
Im Zuge dieser gelungenen und gerade von den Schülern begeistert aufgenommenen Zusammenarbeit könnte vielleicht von den Lehrern darüber nachgedacht werden, das Spektrum eines solchen Skilagers im nächsten Schuljahr um die Disziplin des Skilanglaufs zu erweitern. Das stünde nicht nur im Trend der Zeit, sondern träfe bestimmt auch auf größeres Interesse und in Rauris auf gute Bedingungen.
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